Fernbusterminal Wien

Architektur | Generalplanung:
Burtscher-Durig ZT GmbH | www.burtscherdurig.at

Lage:
Wien

Auftraggeber:
Wien Holding

Renderings:
Zoom VP

Über das Projekt

Der neue Fernbus-Terminal soll eine Visitenkarte für die Stadt Wien und ein Impuls für die Umgebung sein.

Inhaltlich als zeitgenössische Geste zum Thema Fortbewegung: Reisen mit dem Fernbus nehmen kontinuierlich zu, stellen sie doch eine wichtige Ergänzung zu Bahn- und Flugreisen und eine klimaschonende Alternative zu Autofahrten dar. Auch die urbane Lage ist überlegt. Am Handelskai als Teil des neuen Quartier Waterfront am Donauufer wird der Terminal an das Stadioncenter angedockt, gleichzeitig ist der Standort gut an das bestehende ÖPV-Netz angebunden und besticht durch die Nähe zum Autobahnnetz.

Die Architektur

Licht. Luft. Leichtigkeit.

Das soll mit diesem Projekt in Verbindung gebracht werden. Ein durchbrochene Dachstruktur über dem Verkehrsgeschoß bildet den markanten Kern des Entwurfs. Die Busse sollen leicht überblickt werden können und dabei bestmöglich belichtet sein. Eine partielle Begrünung des Daches ist schlüssige Maßnahme in diesem Projekt, das Zeugnis nachhaltiger Architektur sein soll. Neben der prismenartigen Dachfläche ist der 105 m Hochhauskörper weithin sichtbare Landmark, der in einer späteren Projektphase realisiert werden soll.

Ein mehrgeschoßiger Riegel entlang des Handelskais bildet den Abschluss zur Donau hin. Die unteren Geschoße sind Verwaltungsebenen für den Busterminal, darüber sind Hotelflächen vorgesehen. Ein umfassendes Energiekonzept sieht zahlreiche PV-Flächen vor, auch wurde großes Augenmerk auf Schallschutz für die Umgebung gelegt.

Grünes Konzept

Ein Projekt, das dermaßen nah an zwei bedeutenden Freiräumen der Stadt Wien liegt, Donau und Prater, ist natürlich auch unter diesem Aspekt zu betrachten. Großzügige Fassaden- und Dachflächenbegrünung sind ein wesentliches Merkmal, aber nur Teil eines Gesamtkonzept in dem eine bewusste Wiederbepflanzung sowie parkähnliche Gestaltung der Freiräume und Verbindungswege eine wichtige Rolle spielen.

Brücke zwischen Donau und Prater

Die Bereiche, die vor allem der Bewältigung des Reisenden-Stroms dienen, wie das Verkehrsgeschoß, aber auch die Wartehalle sind bewusst transparent gestaltet worden, um den unmittelbar dahinter liegenden grünen Prater spürbar zu machen.

Gezielt platzierte Verbindungswege und -stege ermöglichen direkte Erschließungen zwischen Donau und Prater für Fußgänger:innen und Radfahrer:innen.

Fazit

Wenn BIM, dann richtig. Das LDZ war unser erstes Projekt, bei dem wir nicht nur auf 3D-Planung mit Archicad setzten, sondern auch in BIM planen.

Dafür haben wir uns die Experten von A-NULL in unser Generalplaner-Team geholt. Software- und gewerkeübergreifend wurde für jede Herausforderung die beste Lösung gefunden, neue Workflows und Kommunikationswege implementiert, sowie nebenbei ein neuer Bürostandard erarbeitet.

Ein Erfolgsrezept, dass wir für das nächste Generalplaner-Projekt gleich übernommen haben.

Burtscher-Durig

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